Das Jupiter-Prinzip ist viel mehr als eine reine astrologische Betrachtung von Jupiter. Es ist eine Lebenshaltung, sich durch die Welt zu bewegen und sie zu sehen. Sie basiert auf Vertrauen ins Leben, auf Großzügigkeit und Zuversicht und auf die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu ergreifen. Wer das Jupiter-Prinzip lebt, öffnet sich für Wachstum und Fülle, sucht sich immer wieder neue Herausforderungen und versucht, in jeder Krise und Niederlage die Botschaft zu erkennen, die dahintersteckt.
Dieses Buch soll eine Einladung sein, Jupiter, der die Brücke zur geistigen Welt ist, nicht nur in der Theorie und seinen astrologischen Deutungen, sondern noch mehr in seiner Tiefe und wahren Bedeutung zu verstehen und zu leben. Jupiter zu leben, bedeutet, seinem Lebenssinn, dem wichtigsten Antrieb überhaupt im Privaten wie Beruflichen zu suchen, zu finden und zu folgen. Es ist der Weg der Selbstverwirklichung mit gleichzeitiger Anbindung nach oben. Wer auf dieser Bewusstseinsebene wandelt, wird sich selbst als Schüler des Lebens begreifen, der auch in schwierigen Zeiten seinen Mut, seinen Glauben, seine Überzeugungen und seinen inneren Weg nicht verliert. Wer Jupiter lebt, hat den Mut, neue Türen zu öffnen und dabei zu vertrauen, dass für ihn wie für jeden Menschen eine persönliche Aufgabe, Erfüllung und Glücks vorgesehen ist.
Das Jupiter-Glück gründet sich auf Sinnfindung und Dankbarkeit. Den höheren Jupiter zu leben heißt, die eigene Freiheit und moralische Verantwortung für sein Leben und für nahe geliebte Menschen und Tiere zu übernehmen. Was uns vom Leben und von oben geschenkt wird, geben wir auf unsere Art und Weise weiter. Unser Wachstum dient nicht nur uns selbst, sondern dem Ganzen, der Schöpfung. Dafür leben wir, das ist das Jupiter-Prinzip ist seiner reinsten Form.
Das Jupiter-Prinzip zu leben, bedeutet, an das Gute, an die Entwicklung von Menschen und der Welt zu glauben, auch wenn es immer wieder Dramen, Tragödien, Rückschritte und viel Dunkelheit in der Welt gibt, die uns darüber zweifeln lassen, ob der Mensch überhaupt lernfähig ist. Doch Entwicklung bedeutet nicht, dass sie immer gerade nach oben geht. Und die Erde bleibt ein gefährlicher Ort, an dem alles zusammenkommt, an höheren wie niederen Kräften, weshalb extreme Ausschläge geschehen.
Wir müssen uns schützen – am besten durch unsere Lebenshaltung und unserer inneren Freiheit, die es uns erlaubt, unseren höheren Überzeugungen zu folgen. Solange wir fähig sind, zu lieben, zu glauben, zu vertrauen, dankbar zu sein, Empathie zu entwickeln und unser Leben anzunehmen, haben wir einen ganz natürlichen Schutz, mit dem es uns gelingt, beinahe schlafwandlerisch sicher durch die Gefahren und die Dunkelheit dieser Welt zu gehen. Mehr denn je brauchen wir in dieser unsicheren Zeit diese Jupiter-Zuversicht und den Anschluss an unsere innere Führung.
Beim Schreiben dieses Buches ging es mir nicht darum, ein weiteres Jupiter-Buch zu kreieren, in dem der Reihe nach alles aufgezählt wird, was Jupiter astrologisch bedeutet. Es ging mir vielmehr darum, Jupiter direkt im Leben und dort von allen Seiten zu beleuchten. Wie jeder Planet geht Jupiter senkrecht durch die Welt und verkörpert eine Wesenheit oder Kraft, die sich in den unterschiedlichsten Personen, Situationen, Erscheinungen, Geschehnissen, Erkenntnissen, Heilungen, Begegnungen, Träumen, Visionen, Erfolgen, Glauben, Philosophien – einfach überall verwirklichen kann. Dieses Buch bleibt daher relativ offen, ist nicht systematisch aufgebaut, sondern stellt vielmehr den Versuch dar, diese wunderbare göttliche Seite des Jupiters, den die alten Astrologen als den „großen Wohltäter“ bezeichneten, zu verstehen und zu erkennen, wo und wie er im Leben auftaucht.
Jeder Mensch hat einen Jupiter in seinem Horoskop, der Teil seines Wesens ist und eine große Chance seiner persönlichen Entwicklung darstellt. Seinen persönlichen Jupiter zu entdecken und zu leben, bedeutet, Lebenssinn zu schaffen und auf seine spezielle Weise erfolgreich zu sein.
An Jupiter heften sich allerdings auch dunkle Kräfte – wie an jeden Planeten und an alles, was hell ist. So kann das große Selbstvertrauen eines Jupiter-Menschen auch schnell in Arroganz und Überheblichkeit kippen und die Fülle in Maßlosigkeit und Verschwendung. Erfolg und äußere Anerkennung können uns weit weg von uns selbst bringen und einen Egomenschen aus uns machen, der sich innerlich nur noch von Bewunderung nährt.
Jupiter in positiver Weise zu leben, bedeutet, sein Leben aus einer inneren Bejahung heraus zu führen. Das ist der eigentliche Schlüssel zum Glück. Es ist wichtig, die Gewissheit in sich zu spüren: „Ich bin geführt, ich darf wachsen, genießen, Freude haben. Mein Leben hat für sich allein Sinn.“
Ich denke, dass dies sogar die Voraussetzung dafür ist, seine ganz persönlichen Talente auf seine spezielle Art zu leben.
Jupiter zu leben heißt, sein Dasein als Weg der Entfaltung zu verstehen. Wer so durch die Welt wandelt, wird sein Glück im Jetzt und nicht nur in einem fernen Ziel finden.
Das Jupiter-Prinzip zu leben, hat nichts mit Abheben und Selbsterhöhung zu tun, so wie das manche Menschen, die sich mit esoterischem Wissen beschäftigen, gerne tun. Nein, wahrer und dauerhafter Erfolg bedürfen immer einer gewissen Demut und der Bereitschaft, von ganz unten anzufangen. Fairness und Gerechtigkeit sind Tugenden, die zu Jupiter gehören und auf die wir bauen sollten.
Wir sollten uns ferner nicht mit anderen vergleichen, sondern stets die eigenen Chancen und Möglichkeiten in unserem Leben suchen und nutzen.
Mit großer Erwartung habe ich das neue Buch von Michael Allgeier aufgeschlagen: ein ganzes Werk ausschließlich über Jupiter? Bereits im ersten Kapitel wird deutlich, dass es dem Autor um weit mehr geht als um ein klassisches Deutungsbuch. Unter dem verbreiteten astrologischen Synonym Jupiters als „das große Glück“ stellt Allgeier zunächst die grundlegende Frage: Wie erleben wir Glück eigentlich – und wie zeigt sich dieses Erleben im Horoskop?
Er entfaltet das Jupiter-Prinzip sowohl in der Radix als auch im Transit und verbindet astrologische Deutung mit astronomischen Analogien zum größten Planeten unseres Sonnensystems. Besonders anregend sind seine Überlegungen zur „Jupiter-Gefahr“ – dem Zuviel, dem Maßlosen, dem „Nie-genug-Bekommen-Können“, das ebenso Teil dieses Prinzips ist wie Fülle und Zuversicht.
Die klassischen Deutungsebenen kommen dabei keineswegs zu kurz: Jupiter in den Tierkreiszeichen und Häusern wird ebenso fundiert behandelt wie die Aspekte zu den anderen Planeten. Hier bietet das Buch zahlreiche Impulse für die praktische Horoskoparbeit. Auch die großen Zyklen – insbesondere im Zusammenhang mit den Transsaturniern – werden anschaulich erläutert. Die alle zwölf Jahre stattfindende Jupiter-Jupiter-Konjunktion findet ebenso Beachtung wie die großen Rhythmen mit den anderen Langsamläufern.
Ein eigenes Kapitel widmet Allgeier dem Herrscher des 9. Hauses in den verschiedenen Radixhäusern – ein Ansatz, der besonders für differenzierte Beratungsarbeit wertvolle Denkanstöße liefert.
In der zweiten Buchhälfte wendet sich der Autor konkreten Lebenssituationen zu: Narzissmus, Völlerei, Lebensüberdruss und andere Themen werden astrologisch beleuchtet. Dabei zeigt sich, wie die Jupiter-Stellung im Horoskop nicht nur Problemdynamiken erkennen lässt, sondern auch Wege zu Sinn und innerer Weite eröffnet. Besonders spannend ist das Kapitel über das Wechselspiel von Saturn und Jupiter, einschließlich der großen Konjunktion und ihrer Bedeutung für den Übergang in die Luftepoche.
Abgerundet wird das Werk durch prägnante Deutungen von Jupiter-Transiten zu Planeten und Häusern sowie durch praxisnahe Überlegungen, wie das Jupiter-Prinzip bewusst und sinnvoll gelebt werden kann.
Stilistisch überzeugt das Buch durch seine klare Struktur: Viele kurze, in sich geschlossene Kapitel machen die Lektüre kurzweilig und laden dazu ein, immer wieder einzelne Abschnitte aufzuschlagen und sich inspirieren zu lassen.
„Das Jupiter-Prinzip“ ist ein umfassendes Kompendium über jenen Planeten, der nicht zufällig den Namen des höchsten Gottes der griechisch-lateinischen Mythologie trägt. Ich habe dieses Buch mit großer Freude und persönlichem Gewinn gelesen und empfehle es allen Kolleginnen und Kollegen, die ihre Arbeit mit dem Jupiter vertiefen möchten.
von Dr. Wolfgang Steven

Dr. Wolfgang Steven ist 1. Vorsitzender des DAV. Er war Apotheker und Dipl. Betriebswirt. Nach leitenden Positionen bei Schering ist er heute Coach und astrologischer Berater. Er ist geprüfter Astrologe des DAV und leitet, gemeinsam mit seiner Frau Damaris, ein DAV Ausbildungszentrum an der Ostsee.
Lieber Michael,
heute möchte ich Dir von Herzen danken, für Dein wunderbares Buch "Das Jupiter Prinzip" - was für ein geniales Werk!
Das ist inzwischen meine "Astologie-Bibel", jedes Kapitel spricht mir aus dem Herzen und bestätigt oder vertieft meine Überzeugungen und meine Lebensphilosophie.
Wie Du Vertrauen und Glauben und Lebenssinn verknüpfst und mit Beispielen aus Deiner Praxis untermauerst ist wunderbar und für mich selbst aber auch für meine beginnende Beratungspraxis so wertvoll.
Ich habe auch schon Dein Buch über die Kunst der astrologischen Beratung geliebt, aber das Jupiter Prinzip geht noch tiefer und berührt und begeistert mich noch intensiver.
Ganz herzlichen Dank und liebe Grüße an Siri und Dich von Karin D.